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Mobilkran ermöglicht Antennentausch mit großer Reichweite
SCHOLPP Kran & Transport setzte einen mobilen Baukran ein, um Kommunikationstechnik auf einem Dach in Mannheim kosteneffizient und geräuscharm auszutauschen.
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Anwendungsbereich: Austausch von Mobilfunktechnik auf Gebäudedächern, innerstädtische Hebearbeiten
Industriesektor: Kran- und Schwerlastdienstleistungen, Telekommunikationsinfrastruktur, Bauwesen
Der Austausch von Telekommunikationstechnik auf Gebäudedächern in dicht bebauten Innenstädten stellt besondere Anforderungen an Reichweite, Zugänglichkeit und Emissionen. SCHOLPP Kran & Transport GmbH stand vor diesen Herausforderungen, als eine Mobilfunkanlage auf dem Dach eines Erweiterungsbaus des Congress Centers Rosengarten in Mannheim ausgetauscht werden musste.
Die Anlage befand sich in erheblicher horizontaler Entfernung zum möglichen Kranstandort. Daher war eine Hebelösung mit einer Reichweite von mehr als 64 Metern erforderlich, die gleichzeitig Arbeiten in unmittelbarer Nähe zu Gebäuden ermöglichte. Zugleich sollten Veranstaltungen im Congress Center sowie der Betrieb der umliegenden Hotels möglichst wenig beeinträchtigt werden.
Große Reichweite bestimmt die Kranauswahl
Der Rosengarten Mannheim ist ein bedeutendes Kongress- und Veranstaltungszentrum gegenüber dem Mannheimer Wasserturm. Die Kombination aus historischer Jugendstilarchitektur, modernen Erweiterungsbauten und dichter innerstädtischer Bebauung schränkt die Positionierung und den Betrieb großer Hebezeuge ein.
Für den Austausch der Mobilfunkanlage musste SCHOLPP die auf dem Dach des Erweiterungsbaus installierte Technik von einem geeigneten Kranstandort auf Straßenniveau erreichen.
Der Einsatz eines konventionellen Großmobilkrans wäre technisch möglich gewesen. Nach Angaben von SCHOLPP hätte die erforderliche Reichweite jedoch einen Mobilkran der 350-Tonnen-Klasse mit zusätzlichem Wippausleger erfordert.
Diese Lösung hätte den Geräteaufwand und die Kosten des Einsatzes erhöht.
„Für diesen Einsatz habe ich mich für den mobilen Baukran MK 140-5.1 entschieden. Alternativ hätte ein 350-Tonnen-Mobilkran eingesetzt werden können. Um die erforderliche Reichweite zu erzielen, hätten wir diesen jedoch mit einem Wippausleger ausrüsten müssen. Diese Lösung wäre für unseren Kunden deutlich teurer gewesen“, erklärte Florian Schmid, Niederlassungsleiter von SCHOLPP in Mannheim.
Mobiler Baukran für Reichweite und Flexibilität
SCHOLPP setzte stattdessen den MK 140-5.1E von Liebherr ein. Der fünfachsige mobile Baukran verbindet die Mobilität eines straßengängigen Krans mit der Arbeitsgeometrie eines Turmdrehkrans.
Beim Einsatz in Mannheim arbeitete der Kran im Wippauslegerbetrieb und nutzte den vollständigen Ballast von 13,3 Tonnen. Die Mobilfunktechnik wurde bei einer Ausladung von 64,2 Metern gehoben und positioniert.
Das Vario-Jib-System war für diese Anwendung von Bedeutung, da sich die Auslegerkonfiguration vom Laufkatzenbetrieb auf den Wippauslegerbetrieb umstellen lässt. Der Wippausleger ermöglicht größere Hakenhöhen und erlaubt eine Anpassung des Auslegerwinkels bei Arbeiten an Gebäuden und anderen Hindernissen.
In dieser Konfiguration erreicht der Kran eine Hakenhöhe von bis zu 94,4 Metern und eine maximale Ausladung von 65 Metern. An der Auslegerspitze beträgt die Tragfähigkeit bei dieser Reichweite eine Tonne.
Damit konnte SCHOLPP die Arbeiten auf dem Gebäudedach durchführen, ohne auf die deutlich größere, alternativ betrachtete Mobilkrankonfiguration zurückgreifen zu müssen.
Elektrischer Betrieb reduziert Geräuschemissionen
Ein weiterer betrieblicher Faktor war die Geräuschentwicklung, da die Hebearbeiten unmittelbar neben einem aktiven Kongresszentrum und mehreren Hotels stattfanden.
Der Kran wurde deshalb während der Hebearbeiten elektrisch betrieben. Die Kranantriebe und Hubwerke können mit elektrischer Energie arbeiten, wodurch die Geräuschentwicklung reduziert und lokale Abgasemissionen während des Kranbetriebs vermieden werden.
Dadurch konnten Veranstaltungen im Rosengarten sowie der Betrieb der umliegenden Gebäude fortgeführt werden, ohne die für einen konventionellen verbrennungsmotorischen Kranbetrieb typische Geräuschbelastung.
Der elektrische Kranbetrieb erfüllte damit eine konkrete betriebliche Anforderung des innerstädtischen Hebeeinsatzes.
Krangeometrie erleichtert Arbeiten nahe an Gebäuden
Der vertikale Teleskopturm unterstützte zusätzlich den Einsatz unter den beengten räumlichen Bedingungen. In Verbindung mit den verstellbaren Auslegerwinkeln können Lasten über und entlang von Gebäuden bewegt werden, ohne dieselbe Aufstellfläche und Auslegerkonfiguration zu benötigen wie bei bestimmten größeren konventionellen Mobilkranen.
Die stufenlos höhenverstellbare Krankabine ermöglichte dem Kranführer eine direkte Sicht auf den Arbeitsbereich und unterstützte damit die präzise Positionierung der Last über die große Arbeitsdistanz.
Auch die kurze Rüstzeit spielte bei der Durchführung eine Rolle. Der mobile Baukran wird als integrierte Einheit transportiert und kann ohne die umfangreichen Montagearbeiten in Betrieb genommen werden, die bei größeren Kran- und Auslegerkombinationen erforderlich sein können.
64,2 Meter Ausladung ohne größere Kranklasse
Der Einsatz zeigte, dass der Austausch der Mobilfunktechnik auf dem Gebäudedach bei einer Ausladung von 64,2 Metern mit einem fünfachsigen mobilen Baukran durchgeführt werden konnte.
Der wesentliche betriebliche Vorteil bestand darin, dass auf den von SCHOLPP als Alternative betrachteten 350-Tonnen-Mobilkran mit zusätzlichem Wippausleger verzichtet werden konnte. Konkrete finanzielle Einsparungen wurden nicht veröffentlicht. Der Einsatz einer kleineren Krankonfiguration reduzierte jedoch den erforderlichen Geräte- und Rüstaufwand.
Der elektrische Betrieb verringerte gleichzeitig die Geräuschbelastung im Umfeld des aktiven Kongresszentrums und der benachbarten Hotels. Die Wippauslegerkonfiguration stellte dabei die erforderliche Reichweite und Arbeitsgeometrie für die Installation auf dem Gebäudedach bereit.
Das Projekt in Mannheim zeigt am Beispiel innerstädtischer Telekommunikationsinfrastruktur, wie die Auswahl eines Krans anhand von Ausladung, Auslegergeometrie, Rüstaufwand und Geräuschentwicklung den technischen und organisatorischen Aufwand anspruchsvoller Hebearbeiten in dicht bebauten Bereichen reduzieren kann.
Redigiert von Sucithra Mani, Induportals-Redakteurin – mit KI-Unterstützung adaptiert.
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