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06
'26
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Kompakte Bohranlage erweitert Möglichkeiten im Spezialtiefbau
Liebherr stellt die Bohranlage LB 35.1 mit größerer Bohrtiefe, höherer Motorleistung und automatisierten Assistenzsystemen für Anwendungen im Spezialtiefbau vor.
www.liebherr.com

Die Bohranlage LB 35.1 von Liebherr erweitert die Einsatzmöglichkeiten kompakter Maschinen im Spezialtiefbau. Das neue Modell kombiniert eine größere Bohrtiefe, eine höhere Motorleistung sowie automatisierte Assistenzsysteme zur Steigerung der Betriebseffizienz bei Pfahlgründungen und Baugrundarbeiten.
Auslegung für Anwendungen im Spezialtiefbau
Die LB 35.1 wurde für verschiedene Bohrverfahren im Spezialtiefbau entwickelt, darunter Kellybohren, Endlosschneckenbohren (CFA) sowie Doppelkopfbohren. Diese Verfahren werden häufig beim Bau von Infrastrukturprojekten, Gebäudefundamenten und Brücken eingesetzt, bei denen tiefe Pfahlgründungen erforderlich sind, um Lasten in tragfähige Bodenschichten abzuleiten.
Eine zentrale konstruktive Neuerung ist die Integration einer Gittermastverlängerung, die die maximale Bohrtiefe bei Verwendung von Voll- oder Teilverdrängungswerkzeugen erhöht. Die maximale Tiefe beträgt nun 37,5 m (123 ft) und entspricht einer Erweiterung um 6 m gegenüber der bisherigen Konfiguration. Dadurch kann die kompakte Maschine auch bei größeren Pfahltiefen eingesetzt werden, die zuvor größeren Bohranlagen vorbehalten waren.
Die Gittermastverlängerung kann außerdem nachgerüstet werden und ist sowohl mit der LB 35.1 als auch mit der LB 45.1 kompatibel. Dadurch können bestehende Maschinenflotten ihre Einsatzmöglichkeiten erweitern, ohne die Grundmaschine ersetzen zu müssen.
Antriebssystem und mechanische Leistungsdaten
Die Bohranlage wird von einem Dieselmotor mit 450 kW (603 PS) angetrieben und erreicht ein maximales Drehmoment von 350 kNm (255.934 lbf-ft). Dieses Drehmoment unterstützt anspruchsvolle Bohrarbeiten in dichten Böden oder felsigen Schichten, in denen hohe Rotationskräfte erforderlich sind.
Das Windensystem erreicht eine maximale Zugkraft von 300 kN und ermöglicht den Einsatz schwerer Bohrwerkzeuge sowie das Handling von Bewehrungskörben während der Pfahlherstellung. Eine elastische Lagerung der Winden reduziert Schwingungen und trägt zur Verringerung der Geräuschemissionen während des Betriebs bei.
Die parallele Kinematik der Maschine vergrößert den effektiven Arbeitsbereich des Mastsystems. Dadurch lassen sich kürzere Arbeitszyklen realisieren, was die Produktivität bei Projekten mit hoher Pfahlanzahl erhöht.
Der Mastkopf ist für unterschiedliche Bohrachsen ausgelegt, wodurch die Maschine verschiedene Bohrkonfigurationen unterstützen kann. Sowohl Mast als auch Gegengewichte sind modular aufgebaut, sodass die Maschine je nach eingesetztem Bohrverfahren angepasst werden kann.
Transport und Mobilität auf der Baustelle
Beim Transport wurde besonderes Augenmerk auf Effizienz gelegt. Die LB 35.1 kann mit eingeklapptem Mast transportiert werden, wodurch ein Transport in einem Stück möglich ist. Dadurch reduziert sich der Montageaufwand auf der Baustelle.
Diese Bauweise verkürzt Umsetzzeiten zwischen Baustellen und reduziert den logistischen Aufwand für Bauunternehmen, die mehrere Bohranlagen im Einsatz haben.
Automatisierung und Assistenzsysteme
Die Bohranlage verfügt über mehrere automatisierte Assistenzsysteme, die die Bedienung erleichtern und Arbeitsprozesse stabilisieren.
Der Bohrassistent automatisiert den Betonierprozess beim Endlosschneckenbohren, indem er das Herausziehen der Schnecke mit der Betonförderung synchronisiert. Dadurch wird eine gleichmäßige Qualität der Pfähle unterstützt.
Ein Seildurchhang-Überwachungssystem erkennt unerwünschte Seilentspannungen und greift über die Windensteuerung ein, um eine stabile Werkzeugführung sicherzustellen.
Die automatische Mastausrichtung richtet den Mast entsprechend einem zuvor eingestellten Neigungswinkel aus und unterstützt so eine präzise vertikale oder geneigte Pfahlherstellung.
Weitere Überwachungssysteme erhöhen die Betriebssicherheit:
- Überlastschutz der Kellywinde, der die Vorschubwinde stoppt, sobald die maximal zulässige Belastung überschritten wird.
- Seillängenmessung der Hilfswinde, die insbesondere beim Einsetzen von Bewehrungskörben hilfreich ist.
- Kelly-Visualisierungssystem, das die Position der Verriegelungsaussparungen der teleskopischen Kellystange in Echtzeit auf dem Monitor in der Kabine anzeigt.
Das Visualisierungssystem verwendet Farbanzeigen, um zu signalisieren, wann eine Verriegelung möglich ist. Zusätzlich wird eine Fehlpositionierung der Kellystange während des Abschüttelvorgangs durch ein Warnsignal angezeigt.
Fahrerarbeitsplatz und Ergonomie
Die Fahrerkabine wurde hinsichtlich Ergonomie und Bedienkomfort weiterentwickelt. Dazu gehören ein orthopädischer Fahrersitz, individuell einstellbare Monitore sowie verbesserte Zugänglichkeit zu Bedienelementen.
Eine neu positionierte Betankungsstelle, die von den Raupen aus erreichbar ist, erleichtert Wartungsarbeiten auf der Baustelle.
Diese Anpassungen sollen den Bedienkomfort bei langen Arbeitsschichten im Spezialtiefbau verbessern und gleichzeitig Wartungszeiten reduzieren.
Präsentation auf der Conexpo
Die Bohranlage LB 35.1 wurde von Liebherr auf der CONEXPO-CON/AGG in Las Vegas (USA) vorgestellt, einer internationalen Fachmesse für Baumaschinen. Dort präsentierte das Unternehmen die erweiterten Bohrtiefen sowie die integrierten Automatisierungsfunktionen für Anwendungen im Spezialtiefbau und Infrastrukturprojekten.
www.liebherr.com
Fahrerarbeitsplatz und Ergonomie
Die Fahrerkabine wurde hinsichtlich Ergonomie und Bedienkomfort weiterentwickelt. Dazu gehören ein orthopädischer Fahrersitz, individuell einstellbare Monitore sowie verbesserte Zugänglichkeit zu Bedienelementen.
Eine neu positionierte Betankungsstelle, die von den Raupen aus erreichbar ist, erleichtert Wartungsarbeiten auf der Baustelle.
Diese Anpassungen sollen den Bedienkomfort bei langen Arbeitsschichten im Spezialtiefbau verbessern und gleichzeitig Wartungszeiten reduzieren.
Präsentation auf der Conexpo
Die Bohranlage LB 35.1 wurde von Liebherr auf der CONEXPO-CON/AGG in Las Vegas (USA) vorgestellt, einer internationalen Fachmesse für Baumaschinen. Dort präsentierte das Unternehmen die erweiterten Bohrtiefen sowie die integrierten Automatisierungsfunktionen für Anwendungen im Spezialtiefbau und Infrastrukturprojekten.
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