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08
'26
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Intelligente kompakte Maschinen für vernetzte Baustellen
Doosan Bobcat stellt KI-integrierte Bautechnologien vor, die darauf abzielen, Produktivität und Sicherheit im Betrieb kompakter Maschinen zu steigern.
www.bobcat.com

Doosan Bobcat Inc. präsentierte eine Reihe von Technologien aus den Bereichen künstliche Intelligenz (KI), Autonomie und Elektrifizierung, die den Betrieb kompakter Baumaschinen intuitiver, vernetzter und effizienter machen sollen. Die Lösungen sind für Baustellenanwendungen wie Erdbewegung, Materialumschlag und Maschinenwartung konzipiert. Sie kombinieren KI-gestützte Assistenzfunktionen, fortschrittliche Sensorik und modulare Energiesysteme, um Bediener, Techniker und Flottenmanager im Bau- und Industriesektor zu unterstützen.
KI-gestützter Betrieb und Assistenz
Im Mittelpunkt der Ankündigung steht Jobsite Companion, der als erste KI-gestützte Benutzeroberfläche für kompakte Baumaschinen beschrieben wird. Dieses Prototypsystem nutzt ein proprietäres, integriertes KI-Sprachmodell, um Sprachbefehle der Bediener zu interpretieren und Echtzeit-Unterstützung zu liefern. Dazu gehören das Anpassen von Anbaugeräte-Einstellungen, kontextbezogene Empfehlungen sowie die Automatisierung von mehr als 50 Maschinenfunktionen – ganz ohne Cloud-Anbindung. Die lokale Datenverarbeitung soll eine schnelle Reaktion auch in Umgebungen mit eingeschränkter Konnektivität gewährleisten, wie sie auf Baustellen häufig vorkommen.
Parallel dazu ist Service.AI eine KI-gestützte Supportplattform für Diagnose und Wartung. Sie ermöglicht Technikern und Händlern einen sofortigen Zugriff auf Reparaturinformationen, Garantiedaten und schrittweise Anleitungen zur Fehlerbehebung, basierend auf historischen Reparaturfällen. Ziel der Plattform ist es, Stillstandzeiten zu reduzieren, indem Diagnoseprozesse vereinfacht und Fachkräftemängel im Außendienst abgefedert werden.
Sicherheits-Sensorik und Bedieneranzeigen
Bobcat zeigte außerdem einen Prototyp eines Kollisionswarn- und Vermeidungssystems, das fortschrittliches Imaging-Radar nutzt, um Position, Richtung und Geschwindigkeit umliegender Objekte zu überwachen. Wird ein Kollisionsrisiko erkannt, warnt das System den Bediener und kann die Maschine automatisch verlangsamen oder anhalten – ein messbarer Sicherheitsgewinn für Arbeitsbereiche mit kompakten Maschinen.

Ein weiteres vorgestelltes Konzept ist die Advanced Display Technology, bei der ein transparenter, selbsttönender MicroLED-Touchscreen in die Kabinenscheiben integriert ist. Das System blendet wichtige Betriebsdaten direkt ins Sichtfeld des Bedieners ein, darunter 360-Grad-Kameraansichten, Kollisionswarnungen, Echtzeit-Maschinenleistung und Asset-Tracking. Dadurch wird die Notwendigkeit reduziert, den Blick vom Arbeitsbereich abzuwenden.
Elektrifizierung und modulare Plattformen
Bobcat präsentierte zudem RogueX3, das neueste Modell seiner autonomen und elektrischen Konzeptmaschinenserie. RogueX3 kombiniert einen elektrischen Antriebsstrang mit einer modularen Architektur, die austauschbare Komponenten wie verschiedene Hubarme, Ketten- oder Radkonfigurationen sowie Kabinenoptionen unterstützt. Die Maschine kann autonom oder per Fernsteuerung betrieben werden. Ziel des Designs ist eine flexible Einsatzfähigkeit für unterschiedliche Anwendungen, mit potenziellen zukünftigen Anpassungen wie Hybrid-, Diesel- oder Wasserstoffantrieben.
Zur Unterstützung der Elektrifizierungsstrategie wurde außerdem das Bobcat Standard Unit Pack (BSUP) vorgestellt – ein modulares, schnellladefähiges Batteriesystem, das speziell für die begrenzten Platzverhältnisse kompakter Maschinen und raue Baustellenbedingungen entwickelt wurde. Die BSUP-Einheiten sind skalierbar über verschiedene Maschinentypen hinweg und werden auch anderen Originalgeräteherstellern angeboten, um sie als modularen Energiestandard für elektrische Maschinen zu etablieren.
Integration und Bedeutung für die Branche
In ihrer Gesamtheit verdeutlichen diese Technologien die Strategie von Doosan Bobcat, KI, Autonomie, Elektrifizierung und Konnektivität fest in das Ökosystem kompakter Maschinen zu integrieren. Durch die Reduzierung der betrieblichen Komplexität sowie die Verbesserung von Sicherheit und Wartungsfreundlichkeit will das Unternehmen typische Herausforderungen auf Baustellen adressieren – darunter Qualifikationslücken bei Bedienern, Wartungsengpässe und Sicherheitsrisiken – und gleichzeitig den Übergang zu stärker autonomen und elektrifizierten Maschinenflotten vorantreiben.
www.bobcat.com
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