constructionequipmentmag.de
16
'25
Written on Modified on
Messbare Leistungsgewinne bei Zahnsystemen für Hydraulikbagger
Volvo Construction Equipment validiert ein Zahnsystem der zweiten Generation mithilfe von 3D-Laserscans und quantifiziert Effizienzgewinne, geringeren Verschleiß und Emissionseffekte im Steinbruchbetrieb.
www.volvoce.com

Ein mehrmonatiger Praxistest mit hochauflösender 3D-Laserscantechnologie hat quantifiziert, wie sich ein neu entwickeltes Zahnsystem für Hydraulikbagger auf Verschleiß, Kraftstoffverbrauch und Wartungseffizienz in anspruchsvollen Steinbruchanwendungen auswirkt.
Quantifizierung der Leistung unter realen Einsatzbedingungen
Der Test wurde im Steinbruch Hillhead im Vereinigten Königreich von Volvo Construction Equipment in Zusammenarbeit mit dem Händler SMT Great Britain und dem Baustoffhersteller Holcim durchgeführt. Ein Hydraulikbagger vom Typ Volvo EC480 wurde mit dem Zahnsystem der zweiten Generation ausgerüstet und über mehrere Monate unter kontinuierlichen Produktionsbedingungen beobachtet.
Millimetergenaue 3D-Scans wurden in wöchentlichen Intervallen mit industrieller Laserscantechnik von Printing Portal erstellt. Dabei wurden Verschleißprofile der Zähne, Materialabtrag und geometrische Veränderungen über die Zeit erfasst. Zudem ließen sich Unterschiede erkennen, die auf variierende Bedienweisen der Maschinenführer zurückzuführen waren. Dieser Ansatz ermöglichte eine datenbasierte Bewertung des Komponentenverschleißes anstelle rein visueller Inspektionen oder fester Austauschintervalle.
Kraftstoffeffizienz, Standzeit und Emissionen
Die Auswertung zeigte, dass die optimierte Zahngeometrie ein gleichmäßigeres Eindringen in das gesprengte Gestein ermöglicht und den Widerstand an der Schneide des Löffels reduziert. Daraus resultierte eine gemessene Verringerung des Kraftstoffverbrauchs von rund 4 % pro Woche während des Testzeitraums. Dies entspricht einer geschätzten jährlichen Kraftstoffeinsparung von etwa 9.500 £ pro Maschine sowie einer Reduktion der zugehörigen CO₂-Emissionen um rund 15 %.
Die Verschleißanalyse ergab eine Einsatzdauer von etwa 700 bis 750 Betriebsstunden für die getesteten Zähne. Vergleichbare Produkte erreichten unter identischen Bedingungen laut Schätzung lediglich 450 bis 500 Stunden. In Kombination mit dem geringeren Kraftstoffverbrauch ergibt sich daraus eine Reduzierung der Kosten pro Betriebsstunde um etwa 10,5 %. Jedes Zahnsystem war mehr als 240 Betriebsstunden im Einsatz, um vergleichbare Last- und Arbeitszyklen sicherzustellen.

Auswirkungen auf Wartung und Arbeitssicherheit
Neben der Verschleißleistung wurden auch die Wartungsprozesse untersucht. Der hammerlose Verriegelungsmechanismus des Zahnsystems der zweiten Generation ermöglicht es, den Zahnwechsel durch einen einzelnen Techniker in etwa 30 Minuten durchzuführen. Herkömmliche Systeme mit Bolzen und Hammer erfordern in der Regel zwei Personen und rund eine Stunde, was sowohl Stillstandszeiten als auch die Belastung durch manuelle Schlagwerkzeuge erhöht.
Anthony Allday, Quarry Manager im Steinbruch Hillhead von Holcim, erläutert, dass die Kombination aus gemessenen Daten und praktischen Vorteilen zu einer frühzeitigen Umrüstung geführt hat: „Als wir sahen, wie schnell und sicher sich die Zähne wechseln lassen und die Daten zugleich eine längere Standzeit sowie einen geringeren Kraftstoffverbrauch belegten, war die Entscheidung naheliegend.“
Vergleich und digitale Messmethodik
Zur Absicherung der Ergebnisse verglich SMT Great Britain das getestete System mit einem führenden Wettbewerbsprodukt unter identischen Einsatzbedingungen. Die hochpräzise 3D-Vermessung ermöglichte einen objektiven Vergleich auf Basis von Verschleißraten und Geometrieerhalt statt auf nominellen Herstellerangaben. Wie James Smith, Aftermarket Business Analyst bei SMT, betont, zeigt diese Methodik, wie digitale Messverfahren fundierte Entscheidungen zu Bodeneingriffswerkzeugen unterstützen können.
Bedeutung für die Instandhaltung im Bauwesen
Über diese konkrete Anwendung hinaus verdeutlicht der Test das Potenzial der 3D-Scan-Technologie für digitale Instandhaltungsstrategien im Bau- und Steinbruchsektor. Die kontinuierliche geometrische Überwachung erlaubt frühere Eingriffe, optimierte Austauschintervalle und eine verlängerte Lebensdauer von Komponenten. Dies trägt sowohl zur Senkung der Betriebskosten als auch zur Reduzierung der Umweltbelastung bei.
Durch die Kombination aus weiterentwickeltem Komponentendesign und datenbasierter Bewertung zeigt die Studie, wie Effizienz und Nachhaltigkeit von Baumaschinen mit messbaren und reproduzierbaren Methoden verbessert werden können.
www.volvoce.com
Fordern Sie weitere Informationen an…

