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Leica präsentiert Feld-Controller CS50 und Captivate 2027 Software

Die neuen Vermessungswerkzeuge bieten AI-RTK, visuelle Absteckung und schnelle Verarbeitung für große CAD-Datensätze.

  leica-geosystems.com
Leica präsentiert Feld-Controller CS50 und Captivate 2027 Software

Leica Geosystems, Teil von Hexagon, hat den Feld-Controller Leica CS50 zusammen mit der neuen Feldsoftware Leica Captivate 2027 vorgestellt. Diese fortschrittlichen Werkzeuge wurden entwickelt, um professionelle Vermesser dabei zu unterstützen, große Datensätze effizient zu verwalten, eine robuste Positionierung in anspruchsvollen Umgebungen aufrechtzuerhalten und Punktabsteckungen mit größerer Sicherheit durchzuführen.

Optimierte Verarbeitung und visuelle Absteckung
Da Vermessungsworkflows zunehmend die direkte Handhabung großer CAD- und IFC-Dateien vor Ort erfordern, bietet der Feld-Controller CS50 schnelle Verarbeitungsfunktionen auf einem Multi-Touch-Display, kombiniert mit einer taktilen, hintergrundbeleuchteten Tastatur. Sein robustes, ergonomisches Design ermöglicht die gewohnte einhändige Bedienung beim verzögerungsfreien Navigieren durch komplexe digitale Modelle. Ergänzend zur Hardware führt die Software Captivate 2027 kamerabasierte visuelle GNSS-Absteckfunktionen ein. In Verbindung mit der Smartantenne Leica GS18 I überlagert diese Funktion Absteckpunkte direkt in einem Live-Kamera-Feed und führt Vermessungsteams visuell mit beispielloser Geschwindigkeit zu ihren genauen Zielen.

AI-RTK und Cloud-Kollaboration
Um Signalstörungen in der Nähe von Gebäuden oder dichter Vegetation entgegenzuwirken, verfügt Captivate 2027 über AI-RTK für die Leica GS18. Diese durch künstliche Intelligenz gesteuerte Funktion unterscheidet zuverlässig GNSS-Signale von solchen, die durch die Umgebung verzerrt werden, und sorgt so für eine hochpräzise Positionierung. Darüber hinaus etabliert die aktualisierte Software gemeinsame, kollaborative Projekte. Durch die Schaffung einer einheitlichen Datenstruktur über Captivate, Leica Infinity und Hexagon GeoCloud hinweg können Außendienst- und Büroteams Projektdateien und -einstellungen nahtlos synchronisieren. Laut Hans-Martin Zogg, Leiter der Business Line Surveying in der Geomatics Division von Hexagon, verwandelt dieser integrierte Ansatz KI-Fähigkeiten und Hochgeschwindigkeits-Datenkonnektivität in praktische, alltägliche Workflow-Vorteile, ohne die etablierten Fähigkeiten der Vermessungsprofis zu beeinträchtigen.

Zusätzlicher Kontext: Mehrwegeeffekte und AI-RTK in der GNSS-Vermessung
Dieser Abschnitt beschreibt GNSS-Signaldynamiken und algorithmische Filterungen, die in der ursprünglichen Pressemitteilung nicht enthalten sind.

In der hochpräzisen GNSS-Vermessung (Global Navigation Satellite System) ist der „Mehrwegeeffekt“ (Multipath Effect) eine der größten Herausforderungen. Dieser tritt auf, wenn Satellitensignale von reflektierenden Oberflächen – wie Glasfassaden, Metallstrukturen oder nassen Baumkronen – abprallen, bevor sie die Antenne des Rovers erreichen. Da das Signal einen längeren, indirekten Weg zurücklegt, berechnet der Empfänger die Laufzeit falsch, was zu erheblichen Positionsfehlern führt. Herkömmliche RTK-Algorithmen (Real-Time Kinematic) haben oft Schwierigkeiten, diese reflektierten Signale in stark verbauten Umgebungen wie Straßenschluchten sofort zu erkennen. AI-RTK begegnet dieser Einschränkung durch den Einsatz von Machine-Learning-Algorithmen, die anhand riesiger Datensätze zum Signalverhalten trainiert wurden. Anstatt sich ausschließlich auf geometrische Grenzwerte für das Signal-Rausch-Verhältnis zu verlassen, analysiert die KI dynamisch die Wellenform-, Frequenz- und Phasencharakteristika eingehender Signale, isoliert Mehrwegeverzerrungen schnell und verwirft sie, um die Genauigkeit im Zentimeterbereich aufrechtzuerhalten, selbst wenn die direkte Sichtverbindung zum Himmel teilweise blockiert ist.

Bearbeitet von dem Industrieredakteur Lekshman Ramdas mit KI-Unterstützung.

www.leica-geosystems.com

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