constructionequipmentmag.de
26
'26
Written on Modified on
STRABAG digitalisiert Baumaschinen-Ausbildung mit CM Labs
Die Advantage-Simulatoren senken Ausbildungskosten und Risiken durch realistisches Training für Bagger, Krane und Radlader.
cm-labs.com

Um die Effizienz und Sicherheit in der Fahrerausbildung zu steigern, hat der europäische Baukonzern STRABAG in seinem ungarischen Ausbildungszentrum zwei „Advantage“-Simulatoren von CM Labs installiert. Bislang erfolgte die Qualifizierung neuer Bediener primär durch zeit- und kostenintensives „Training on the job“ an echten Baumaschinen – ein Prozess, der oft bis zu einem Jahr in Anspruch nahm. Nach einer strengen Evaluierung verschiedener Systeme durch erfahrene Trainer entschied sich STRABAG für CM Labs, da deren Simulatoren bei Grafikqualität, Joystick-Haptik und der realistischen Abbildung von Arbeitsabläufen die höchsten Bewertungen erzielten.
Objektive Bewertung ohne Maschinenverschleiß
Die neuen Systeme unterstützen das Training für eine breite Palette an Großgeräten, darunter Bagger, Planierraupen, Grader, Radlader, Mobilkrane und Gabelstapler. Neue Mitarbeiter durchlaufen nun zunächst ein drei- bis viertägiges Intensivtraining nach dem CM Labs-Curriculum in einer sicheren, kontrollierten Umgebung. Laut Anna Kiss, Leiterin des Ausbildungszentrums in Ungarn, dienen die Simulatoren nicht nur dem reinen Fahrtraining, sondern auch als präzises Bewertungsinstrument. Sie ermöglichen es den Ausbildern, die Koordinationsfähigkeit und das Reaktionsvermögen der Bediener objektiv zu testen, ohne die Risiken, den Treibstoffverbrauch oder den Verschleiß realer Maschinen in Kauf nehmen zu müssen.
Skalierung des virtuellen Trainings
Die Akzeptanz der virtuellen Umgebung ist unter der Belegschaft hoch; selbst erfahrene Mitarbeiter nutzen die Systeme zur Weiterbildung. In enger Zusammenarbeit mit dem IT-Support von CM Labs wurden die Benutzeroberflächen dreisprachig (Ungarisch, Englisch, Deutsch) konfiguriert. Im ersten Betriebsjahr schulte das Zentrum bereits 271 Mitarbeiter und plant, diese Zahl im laufenden Jahr zu verdoppeln. Aufgrund der drastischen Optimierung der Schulungs- und Zertifizierungskosten bereitet STRABAG nun die Ausweitung des simulationsbasierten Trainings auf seine Niederlassungen in Rumänien, Serbien und Kroatien vor.
Zusätzlicher Kontext: Physik-Engines und kinästhetisches Lernen in der Maschinensimulation
Dieser Abschnitt enthält technische Spezifikationen und biomechanische Hintergründe, die nicht im ursprünglichen Projektbericht enthalten sind.
Die Simulation von schweren Baumaschinen erfordert weit mehr als nur hochauflösende Grafiken; der kritische Faktor ist die physikalische Modellierung (Physics Engine) unter der Oberfläche. Systeme in Industriequalität nutzen fortschrittliche Algorithmen zur Mehrkörpersimulation, um die komplexe Interaktion zwischen Maschinenkinematik, Bodenbeschaffenheit (Erdbausimulation) und Hydraulikdrücken in Echtzeit zu berechnen. Wenn der Löffel eines simulierten Baggers beispielsweise auf harten Fels oder verdichteten Lehm stößt, muss das System den hydraulischen Widerstand über Aktuatoren in den Joysticks und der Sitzkonsole physisch an den Bediener zurückmelden (Force Feedback). Dieses kinästhetische Feedback ist entscheidend für den Aufbau des Muskelgedächtnisses (Muscle Memory). Ohne diese exakte mechanische Rückkopplung würden die Bediener in der virtuellen Umgebung falsche Bewegungsmuster erlernen, was beim Wechsel auf echte Maschinen zu ruckartigen Bewegungen, erhöhtem Materialverschleiß oder gefährlichen Fehlbedienungen auf der Baustelle führen könnte.
Bearbeitet von einem Industrie-Journalisten, Lekshman Ramdas, mit KI-Unterstützung.
www.cm-labs.com
Fordern Sie weitere Informationen an…

