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Elektrischer Kran ermöglicht emissionsfreie Baustelle
Das Infrastrukturunternehmen Van der Ven B.V. setzte beim Bau eines Elektrobus-Depots in Breda einen elektrischen Kran ein, um Emissionen in der Nähe eines Naturschutzgebiets zu reduzieren.
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Van der Ven B.V., ein niederländisches Infrastrukturunternehmen mit mehr als 55 Jahren Erfahrung, war für den Bau eines neuen Depots für Elektrobusse in Breda in der Provinz Nordbrabant verantwortlich. Die Anlage, die 2025 fertiggestellt wurde, dient zum Abstellen, Laden und Warten von Elektrobussen und unterstützt den Übergang zu einem emissionsarmen öffentlichen Nahverkehr.
Die Baustelle befindet sich unmittelbar neben einem Naturschutzgebiet. Aufgrund dieser Lage galten strenge Umweltanforderungen, insbesondere in Bezug auf Stickstoffemissionen und Lärmbelastung. Das Bauunternehmen benötigte daher Baumaschinen, die eine hohe Produktivität gewährleisten und gleichzeitig die Umweltbelastung minimieren.
Um diese Anforderungen zu erfüllen, setzte das Unternehmen auf eine Kombination aus Emissionsminderungstechnologien wie NOx-Filtern und emissionsfreien Baumaschinen. Ein batterieelektrischer Teleskop-Raupenkran wurde dabei als zentrale Lösung ausgewählt.
Elektrischer Kran unterstützt nachhaltige Bauprozesse
Im Mittelpunkt des Projekts stand ein batterieelektrischer Teleskop-Raupenkran mit einer Tragfähigkeit von 50 Tonnen und einer maximalen Hauptauslegerlänge von 30,4 Metern. Die Maschine wurde zum Heben und Positionieren von Bauteilen während der Errichtung der Depotinfrastruktur eingesetzt.
Der Kran bietet eine Leistungsfähigkeit, die mit konventionellen dieselbetriebenen Maschinen vergleichbar ist, erzeugt jedoch keine lokalen Abgasemissionen und arbeitet deutlich leiser. Diese Eigenschaften machten die Lösung besonders geeignet für den Einsatz in der Nähe eines ökologisch sensiblen Gebiets.
Dank des elektrischen Antriebs kann die Maschine über längere Zeiträume mit einer Batterieladung arbeiten, insbesondere wenn sie von einer festen Position aus eingesetzt wird. Im täglichen Einsatz kann der Kran in der Regel einen vollständigen Arbeitstag ohne Unterbrechung absolvieren und in manchen Fällen sogar bis zu zwei Tage betrieben werden, bevor eine erneute Aufladung erforderlich ist.
Aus Sicht des Bedieners unterscheidet sich der Betrieb kaum von einem konventionellen Kran. Laut Rückmeldungen vom Einsatzort ist während der Arbeit kein spürbarer Unterschied zwischen hydraulischen Systemen mit Dieselantrieb und solchen mit Elektromotor erkennbar.
Bedienkomfort und Betriebssicherheit
Der Kranführer bewertete die Arbeitsbedingungen und die Bedienbarkeit der Maschine positiv. Eine gute Rundumsicht aus der Kabine unterstützt sichere Hebevorgänge, während die intuitive Steuerung die Handhabung im täglichen Einsatz erleichtert.
Der elektrische Antrieb trägt zudem zu einem niedrigeren Geräuschpegel bei. Die reduzierte Lärmbelastung und geringere Vibrationen verbessern die Arbeitsbedingungen für Bediener und Personal auf der Baustelle.
Diese Eigenschaften ermöglichen es, die Produktivität konventioneller Hebeausrüstung beizubehalten und gleichzeitig die Umweltziele des Projekts zu unterstützen.
Händlerunterstützung und digitale Überwachung
Der lokale Händler Van den Heuvel unterstützte das Projekt mit technischer Beratung und schneller Maschinenverfügbarkeit. Dadurch konnte der Kran ohne Verzögerungen in die Baustellenabläufe integriert werden.
Zusätzlich kamen digitale Monitoring-Funktionen zum Einsatz. Eine integrierte Maschinen-App ermöglicht es, den Maschinenstatus, Ladezustand sowie mögliche Störungen jederzeit zu überwachen. Dies erleichtert die Einsatzplanung und trägt zu einem zuverlässigen Betrieb bei.
Auch die wartungsfreundliche Konstruktion der Maschine unterstützt eine hohe Betriebssicherheit im Baustellenalltag.
Beitrag zu nachhaltigen Infrastrukturprojekten
Der Einsatz elektrischer Hebetechnik beim Bau des Busdepots in Breda zeigt, wie emissionsfreie Baumaschinen Infrastrukturprojekte in ökologisch sensiblen Gebieten unterstützen können.
Durch die Kombination elektrischer Maschinen mit weiteren Emissionsminderungstechnologien konnte das Bauunternehmen die Bauarbeiten effizient durchführen und gleichzeitig die Umweltbelastung reduzieren. Das Projekt verdeutlicht, dass batterieelektrische Baumaschinen einen wichtigen Beitrag zu nachhaltigen Baustellen und zukünftigen Infrastrukturprojekten leisten können.
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