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Fallstudien

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Schwerlast-Raupenkran montiert 365 Meter hohen Höhenwindturm

Die Schmidbauer GmbH & Co. KG nutzte einen Raupenkran der Liebherr-Werk Ehingen GmbH zur Errichtung einer Höhenwindenergieanlage für die Gicon-Gruppe in Brandenburg.

  www.liebherr.com
Schwerlast-Raupenkran montiert 365 Meter hohen Höhenwindturm

Anwendungsbereiche:
Schwerlastmontage, Onshore-Windenergie, Kranlogistik.
Industriesektoren: Erneuerbare Energien, Anlagenbau, Schwerlasttransport.


Die wirtschaftliche Nutzung der Onshore-Windenergie erfordert zunehmend Anlagen, die in große Höhen vordringen, um dort stärkere und stetigere Luftströmungen zur Energiegewinnung zu erschließen. Die Gicon-Großmann Ingenieur Consult GmbH aus Dresden hat hierfür einen Höhenwindturm für eine 3,8-Megawatt-Windenergieanlage mit einem Rotordurchmesser von 126 Metern in der Lausitz in Brandenburg entwickelt. Die zentrale Herausforderung bei der Errichtung dieses Prototyps bestand darin, großdimensionierte Stahlfachwerksegmente mit Einzelgewichten von bis zu 375 Tonnen präzise zu heben und eine Gesamtbauwerkshöhe von 365 Metern sicher zu realisieren.

Technische Konfiguration für extreme Traglasten und Hubhöhen
Um die hohen Anforderungen an Tragkraft und Hubhöhe innerhalb eines bestehenden Windparks zu erfüllen, setzte der Krandienstleister Schmidbauer GmbH & Co. KG einen Raupenkran des Typs LR 11350 der Liebherr-Werk Ehingen GmbH ein. Ausschlaggebend für die Wahl dieses Kransystems war das modulare Auslegerkonzept in Verbindung mit einer Gesamtballastierung von bis zu 850 Tonnen am Kran und auf der Ballastpalette des Derrick-Auslegers. Bis zum Erreichen der vorläufigen Turmhöhe von rund 160 Metern wurde der Kran mit einem Parallelauslegersystem sowie einer bis zu 84 Meter langen Wippspitze konfiguriert. Diese Auslegung erhöht die Seitensteifigkeit und Tragfähigkeit erheblich, was für die Montage des schwersten Turmsegments mit Abmessungen von rund 40 mal 40 mal 40 Metern und einem Bruttogewicht von 375 Tonnen zwingend erforderlich war. Bei einer Ausladung von 44 Metern setzte der Raupenkran diese Last auf die 50 Meter hohe Grundkonstruktion auf. Da der Kran unter Last verfahren werden musste, wurde auf dem sandigen Untergrund eine tragfähige Fahrstraße aus Stahlplatten und Bongossihölzern angelegt. Parallel zur Außenkonstruktion wurde im Inneren der später teleskopierbare obere Turmabschnitt gefertigt, während weitere Mobilkrane die Vormontage der Gittermastsegmente und das Rüsten unterstützten.

Schnelle Umrüstung und präzise Endmontage
Für die abschließende Installation der Rotorblätter in rund 170 Metern Höhe war eine Anpassung der Kranarchitektur notwendig. Dank des durchdachten Rüstkonzepts des Raupenkrans konnte der Umbau vom Parallelausleger auf einen 104 Meter langen Gitterausleger in Kombination mit der 84-Meter-Wippspitze innerhalb von sechs Tagen durchgeführt werden. Dadurch erreichte das System eine Rollenkopfhöhe von 200 Metern. In einem geeigneten Wetterfenster mit geringen Windgeschwindigkeiten montierten die Montageteams alle drei Rotorblätter innerhalb von zwölf Stunden. Unmittelbar danach wurde der Innenturm der Fachwerkkonstruktion über ein integriertes System auf die Endhöhe von 365 Metern nach oben teleskopiert.

Über die gesamte Einsatzdauer von rund 18 Monaten hinweg gewährleistete die hohe Systemverfügbarkeit des Raupenkrans einen verzögerungsfreien Bauablauf. Kranfahrer Fabian Ueck bestätigte nach Abschluss der Montagearbeiten, dass der LR 11350 während der gesamten Projektlaufzeit zuverlässig und störungsfrei arbeitete.

Redigiert von Sucithra Mani, Redakteurin bei Induportals – angepasst durch KI.

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