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Werkseitig integrierte Maschinensteuerung für G8-Bagger

Leica Geosystems und Liebherr integrieren Sensorbasierte 2D- und 3D-Maschinensteuerung in Bagger der Generation 8, um Inbetriebnahme zu vereinfachen und skalierbare digitale Bauprozesse zu ermöglichen.

  leica-geosystems.com
Werkseitig integrierte Maschinensteuerung für G8-Bagger

Leica Geosystems und Liebherr haben ihre Zusammenarbeit ausgeweitet und bieten eine werkseitig integrierte Maschinensteuerung für die meisten Mobil- und Raupenbagger der Generation 8 (G8) an. Die Lösung kombiniert eine vorinstallierte Sensorik mit serienmäßiger 2D-Steuerung sowie einer werkseitigen Upgrade-Option auf 3D-Steuerung und richtet sich an Anwendungen im Erd-, Infrastruktur- und Leitungsbau.

Integration auf Werksebene
Die Zusammenarbeit zwischen Leica Geosystems und der Liebherr Group umfasst die vollständige Integration der Leica-Sensorkette direkt in die G8-Mobil- und Raupenbagger während der Produktion. Diese Konfiguration stellt sicher, dass Maschinensteuerungsfunktionen bereits bei Auslieferung kalibriert und einsatzbereit sind. Nachträgliche Installationen entfallen, wodurch Stillstandszeiten bei der Inbetriebnahme reduziert werden.

Die integrierte Sensorkette bildet die technische Grundlage für mehrere Bordsysteme, darunter 2D-Maschinenführung, Wiegesysteme und Funktionen zur Löffelfüllautomatik. Die 2D-Führung wird direkt über das Liebherr-In-Cab-Display bedient, sodass keine zusätzlichen Monitore erforderlich sind.

Durch die werkseitige Integration von Sensoren, Verkabelung und Software werden einheitliche Kalibrierstandards sichergestellt und Abweichungen gegenüber Retrofit-Lösungen minimiert. Die Produktion hat begonnen, erste Auslieferungen sind für das Frühjahr 2026 vorgesehen.

Von 2D-Standard zu 3D-Maschinensteuerung
Die meisten neuen G8-Mobil- und Raupenbagger werden serienmäßig mit 2D-Maschinensteuerung ausgeliefert. Das System unterstützt die Kontrolle von Tiefe und Neigung auf Basis definierter Referenzen und wird typischerweise im Grabenbau, bei Planierarbeiten und bei Fundamentvorbereitungen eingesetzt.

Kunden können ihre G8-Maschinen werkseitig als 3D-ready oder mit vollständiger 3D-Maschinensteuerung konfigurieren. Die 3D-ready-Option ermöglicht eine spätere Aktivierung ohne strukturelle Umbauten und reduziert damit zusätzliche Maschinenstillstände. Die vollständige 3D-Variante umfasst halbautomatische Funktionen, Dual-GNSS-Konfigurationen sowie die Integration der Leica MC1 3D-Technologie.

Die 3D-Konfiguration erlaubt die Echtzeit-Positionsbestimmung des Löffels relativ zu digitalen Geländemodellen unter Nutzung von GNSS und Sensorfusion. Bei Infrastruktur- und Großprojekten können Planungsdaten direkt in der Kabine verarbeitet werden, wodurch sich die Maschine in eine digitale Wertschöpfungskette integrieren lässt. Die erzeugten Maschinendaten können mit BIM-Modellen synchronisiert und in übergeordnete Datenökosysteme eingebunden werden.

Anwendungsbereiche und technische Relevanz
Die Lösung richtet sich an Bauunternehmen im Straßen- und Schienenbau, im gewerblichen Hochbau sowie im Leitungs- und Versorgungsbau. In diesen Anwendungen sind präzise Aushubtiefen und Neigungen erforderlich, um Planungstoleranzen einzuhalten und Nacharbeiten zu reduzieren.

Die werkseitige Integration gewährleistet, dass die Sensorik innerhalb der Maschinenarchitektur geschützt verbaut ist, die Softwarekompatibilität zwischen Bedienoberfläche und Steuerungssystem vor Auslieferung geprüft wird und definierte Upgrade-Pfade für 3D-Funktionalität bestehen.

Für Flottenbetreiber ermöglicht dieser Ansatz eine Standardisierung der Maschinensteuerung über mehrere Einheiten hinweg und unterstützt damit Schulung, Serviceplanung und langfristige Betriebsstrategien.

Präsentation auf der ConExpo
Die integrierte Lösung wird auf der CONEXPO-CON/AGG in Las Vegas (North Hall, N12545) vorgestellt, wo Vorführungen der MC1 3D-Maschinensteuerung stattfinden.

www.leica-geosystems.com

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